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Carls Geschichte: Vom Vertrieb zur Cybersecurity

Als ehemaliger Vertriebsmitarbeiter und Musiker, der die ganze Welt bereist hat, verfügt Carl Murray über jede Menge Berufserfahrung – allerdings nicht im IT-Bereich. Hier berichtet er über seine ersten Schritte bei Masterschool, Tipps für einen Karrierewechsel im Alter von 54 Jahren und wie man die größte Hürde meistert – das eigene Ich.

  • Stav Tishler
  • April 10, 2024
  • 6 min

Hallo! Erzähl uns ein wenig von Dir.

Ich heiße Carl, bin 54 Jahre alt und lebe schon seit einigen Jahren in Deutschland. Geboren bin ich in Ohio.

1988 kam ich zum ersten Mal nach Deutschland und blieb bis 2004. Dann kehrten meine Familie und ich für etwa 11 Jahre in die USA zurück, bis meine Frau und ich wieder hierher nach Deutschland zogen. Mein Sohn ist jetzt 32 und macht Musik, und meine Tochter ist 25 und studiert Medizin. Ich bin stolz auf beide und ermutige sie, global zu denken und nicht kleinkariert zu sein.

Was machst Du beruflich?

Ich komme aus dem Vertrieb und war von 2004 bis 2024 im Sales-Bereich tätig, vor allem Automobil und Solar. Ich hatte mit vielen verschiedenen Menschen und Kunden zu tun. Davor habe ich mich quasi selbst vermarktet: Ich war Musiker und Künstler und bin mit meiner Musik um die Welt gereist. Für mich war es immer gut, unter Menschen zu sein.

Du warst Musiker! Das ist echt spannend.

Ja, ich habe meine eigene Rap-Gruppe und ich hatte eine Band. Ich habe einige Alben in Japan veröffentlicht, habe ein bisschen von der Welt gesehen, war auf Tournee in Afrika und Europa.

Wow, das ist ja etwas ganz anderes als IT. Wie bist Du zur IT gekommen?

Ich habe schon immer an Computern herumgebastelt, sie gebaut und mit ihnen herumgespielt. Ich fing an, mich für VPNs und Sicherheit zu interessieren und machte mir Gedanken über Online-Werbung: Woher wissen die, was sie über mich wissen?

Ich begann, mich mit diesen Themen zu beschäftigen, und zudem hat mein Schwiegersohn Cybersicherheit studiert und vor zwei Jahren seinen Abschluss gemacht. Er zeigte mir einige Dinge, die er während seines Studiums gelernt hatte, und sagte: „Weißt Du, das könnte auch ein Beruf für Dich sein.“ Also habe ich mich damit befasst und bin auf Masterschool gestoßen, und es schien zu mir zu passen.

Aber ich habe mich immer noch gefragt: Kann ich das wirklich machen? Bin ich zu alt?

Und, bist Du?

Für mich war es zunächst ein bisschen überwältigend, als ob ich noch einmal ganz von vorne anfangen müsste. Ich habe mit dem Karriereberater von Masterschool gesprochen, Andre hieß er, glaube ich, und als ich mein Alter erwähnte, meinte er nur: „Nein, das ist kein Thema.“ Ich fing an, ein bisschen mehr zu recherchieren, und mir wurde klar, dass es in diesem Bereich Menschen jeden Alters gibt.

Als ich den Orientierungskurs mit Rein – der ein wirklich großartiger Ausbilder ist – begann, merkte ich: Das ist für Leute, die neugierig sind.

Alle, die mit mir studierten, hatten einen anderen Hintergrund als IT, waren unterschiedlichen Alters und kamen aus ganz Deutschland.

Was hat Dich dazu bewogen, Dich für den Orientierungskurs anzumelden?

Mein Gedanke war: Ich habe diese Chance, was mache ich damit?

Ich habe die Chance, etwas zu lernen, das den Verlauf meines Lebens oder sogar den Verlauf meiner Zukunft verändern kann.

Ich wollte wirklich sehen, was da draußen für mich in Frage kommt. IT ist die Zukunft, und ich möchte sie nicht verpassen. Computer, Smartphones, Internet – das wird nicht verschwinden. Es wird immer größer.

Was würdest Du jemandem raten, der in Deiner Situation ist und überlegt, ob er einen Kurs belegen und in der IT arbeiten soll?

Denk nicht zu viel darüber nach! Als ich ein Kind war, habe ich gehört, dass der größte Krieg, den wir in dieser Welt führen, nicht zwischen Menschen stattfindet.

Er findet zwischen unseren eigenen Ohren statt. Du musst diesen Krieg in Deinem Kopf überwinden, diese Stimme, die sagt „Ich bin zu alt.“ oder „Das wird nicht funktionieren.“

Mit anderen Worten: Du musst schwimmen. Ich habe meinen Kindern das Schwimmen beigebracht. Wenn man noch nicht schwimmen kann, muss man trotzdem ins Wasser gehen. Man kann zuerst nur den Zeh hineinstecken, aber irgendwann muss man ins Wasser springen und darf keine Angst haben.

Man muss auch bereit sein, seine Einstellung zu ändern, denn wenn man wie ich lange Zeit nicht studiert hat, dauert es ein bisschen, bis man die Einstellung zum Lernen und zur Selbstdisziplin findet.

Aber wenn wir unsere Einstellung nicht ändern, dann wird sich auch nichts ändern.

Was war Dein erster Eindruck vom Orientierungskurs?

Der erste Eindruck, den ich hatte, war, dass wir einen guten Lehrer hatten, einen wirklich guten Lehrer. Er hat vieles schlüssig erklärt und dafür gesorgt, dass wir uns wohlfühlten, und uns daran erinnert, dass es sich um einen Marathon handelt und nicht um einen Sprint. Er brachte uns bei, wie wir unsere Denkmuster neu ordnen und wie wir lernen können. Er hat uns jeden Tag ermutigt, unsere Sicht der Dinge zu ändern. Ich hatte aber auch gute Klassenkameraden.

In den ersten Tagen ist es irgendwie komisch, den Computer aufzumachen und die gleichen Leute zu sehen, aber dann ist es so, als würde man jeden Tag seine Freunde treffen.

Was war Dein erster Eindruck vom Lernstoff?

Was das Lernen anbelangt, so haben wir viele Dinge kennengelernt. Eine ganze Menge. Die TryHackMe-Räume, das war einfach so: Wow, ich kann nicht glauben, dass man das machen kann! Was ist HTML, CSS, wie versuchen die Leute, Webseiten zu manipulieren und solche Sachen. Ich denke, wenn man bei Masterschool anfängt, sollte man sich keine Gedanken darüber machen, ob man bestehen oder durchfallen wird. Ich nehme einen Tag nach dem anderen: Ich bin dabei und lerne etwas, das mich zum nächsten Tag und zum nächsten Tag bringen wird.

Wie bleibt man motiviert, wenn man den ganzen Tag online lernt?

Das ist wohl für jeden eine Herausforderung. Am Anfang ist es schwer, motiviert zu bleiben, weil man auf sich allein gestellt ist, aber ich habe ein paar Leute gefunden, bei denen es Klick gemacht hat, und dann haben wir miteinander gechattet und uns gegenseitig Fragen gestellt und beantwortet. Das ist echt hilfreich.

Was sind Deiner Meinung nach Herausforderungen einer Cybersecurity-Karriere?

Eine Strategie zu finden, um mit kommenden Trends und aktuellen Informationen Schritt zu halten, weil sich alles so schnell ändert. Veränderungen geschehen nicht innerhalb von Tagen, sondern innerhalb von Minuten.

Sogar Kriminelle nutzen KI, immer mehr Dinge werden automatisiert, da muss man auf dem Laufenden bleiben. Und weil es SO viele Informationen gibt, muss man wirklich recherchieren und sicherstellen, dass man Informationen aus einer guten Quelle erhält, von Leuten, die sich tatsächlich täglich mit diesen Dingen beschäftigen.

Selbst wer einen Kurs oder ein Programm abschließt, kann nicht aufhören zu lernen. Jedes Unternehmen, in dem Absolventen arbeiten, hat andere Philosophien, Technologien und Vorgehensweisen.

Hast Du weitere Tipps oder Ratschläge?

Verbaue Dir keine Chancen!

Du wirst nie wissen, was auf der anderen Seite der Tür ist, wenn Du die Tür nicht tatsächlich öffnest, durch die Tür gehst und genug Schritte machst, um zu wissen, was auf der anderen Seite ist.

Ich freue mich schon darauf, wenn ich in ein oder zwei Jahren einen Job im Cyberbereich habe und zurückblicke auf die Zeit, in der ich dachte: „Nein, das schaffe ich nicht“.

Man kann 90 Jahre alt sein und immer noch etwas Neues lernen. Ich glaube, dass jeder mit Masterschool die Chance hat, erfolgreich zu sein. Ich denke, 90 Prozent des Erfolgs hängt von einem selbst ab – es ist kein Kindergarten, und die Lehrer sind nicht hier, um einem die Hand zu halten. Sie geben Dir Orientierung und bringen Dich auf den richtigen Weg. Die Arbeit musst aber Du erledigen.

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