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Der Rein-Effekt: Online-Lernen bei Masterschool ist einzigartig

Werden Studenten gefragt, was ihnen an Masterschool so gut gefällt, fällt Reins Name so oft, dass wir diesen beliebten Dozenten unbedingt treffen mussten, um mehr über seinen einzigartigen Online-Lehransatz zu erfahren. Möchten Sie gerne wissen, wie es ist, an der Masterschool zu lernen? Lesen Sie hier weiter.

  • Stav Tishler
  • Mai 13, 2024
  • 10 min

Erzähl uns ein wenig von Dir: Was ist Dein beruflicher Hintergrund?

Mein Name ist Rein. Ich bin Programmierer und Programmier-Dozent, geboren und aufgewachsen in Amsterdam. Mein beruflicher Werdegang ist eher ungewöhnlich. An der Universität habe ich zunächst Medizin und dann Philosophie studiert und mich dann der Musik zugewandt. Ich habe Aufgaben oft aufgeschoben und konnte mich nicht festlegen – ich  bin nie lange bei einer Sache geblieben.

Wie bist Du Software-Ingenieur – und Lehrer – geworden? 

Vor etwa zehn Jahren wurde mir klar, dass ich keine beruflichen Perspektiven und auch keinen Abschluss hatte. Ich fühlte mich ein wenig wie ein Versager, hatte nicht viel Selbstvertrauen und wusste einfach nicht, was ich tun wollte. Aber ich konnte schon immer ganz gut anderen etwas erklären, also studierte ich Lehramt und begann, Kinder in einer Grundschule zu unterrichten. Eines Tages half ich mit einigen Freunden, eine Programmierstunde für meine Schüler zu organisieren. Der Kursleiter war schrecklich und die Erklärungen viel zu schwierig für die Kinder, aber die Stunde war trotzdem ein großer Erfolg. Die Kinder waren voll bei der Sache und begeistert, selbst zu programmieren. Das hat mich fasziniert.  

Du hast also Deine Lehrtätigkeit aufgegeben und bist Programmierer geworden?

Nein, noch nicht. Nachdem ich aus erster Hand erfahren hatte, wie viel Spaß Programmieren machen kann, habe ich meiner eigenen Klasse ein paar einfache Dinge beigebracht und sogar eine Programmiersprache speziell für Kinder gelernt. Aber es dauerte nicht lange, und ich wollte mehr lernen.

Und dann hast Du den Lehrerberuf aufgegeben, um Programmierer zu werden?

Ich habe meinem pädagogischen Begleiter im Lehramtsstudium gesagt, dass ich ein paar Monate pausieren würde, um einen Programmierkurs zu belegen und für ein paar Monate im IT-Bereich zu arbeiten, um meine Fähigkeiten und mein Wissen zu erweitern.

Nun, meine vorübergehende „Pause“ wurde irgendwann dauerhaft, weil mir die Softwareentwicklung so viel Spaß gemacht hat.

Ich habe für Start-ups programmiert, für eine FinTech-App, ich habe eine Benutzeroberfläche für einen Roboter entwickelt, der maßgeschneiderte Möbel bauen kann. Ich habe an Webshops und an einem System für Containerschiffe gearbeitet, jede Menge verrückte Sachen. Schließlich wurde ich eingeladen, in dem Kurs zu unterrichten, den ich selbst besucht hatte. Es war großartig, Erwachsene zu unterrichten, und da ich ja schon einige Programme in der realen Welt gebaut hatte, kannte ich das, was ich lehrte.

So fing also alles an. Seit 2018 unterrichte ich Erwachsene im Programmieren, sowohl persönlich als auch online.

Wie würdest Du Deinen Ansatz zum Online-Studium erklären?

In einem Satz: Ich versuche, dass Bildung NICHT anonym ist.

Wie geht das?

Indem ich meinen Unterricht persönlich und interaktiv gestalte. Indem ich mich proaktiv erkundige, wie es meinen Schülern geht. Indem ich ermutige, gemeinsam zu lernen. Ich versuche, jeden Tag eine gemeinschaftliche Aktion einzubauen. 

Im Online-Umfeld müssen wir, anders als in einem realen Klassenzimmer, viel zusammenarbeiten, um menschliche Eigenschaften zu fühlen und Spaß am Lernen zu haben. Das hält die Schüler bei der Stange und motiviert sie. Es sollte nicht nur darum gehen, dass ich ihre Gehirne mit Informationen füttere. 

Bildung kann leicht zu einer Liste von Dingen werden, die man lernen muss, weil’s irgendwie dazugehört. Ich sehe es als meine Aufgabe an, Studenten für die Themen, die ich unterrichte, zu begeistern.

Ich versuche auch, nicht immer zu ernst zu sein. Unterricht für Erwachsene ist oft so „professionell“, dass er langweilig wird. Das finde ich furchtbar! 

Ich bin Experte im Scheitern, weil ich so viele Uni-Kurse nicht bestanden habe. Ich versuche also immer, das Ganze zu normalisieren: Ich versuche Lernherausforderungen als real darzustellen, egal ob nun online oder vor Ort.

Was ist der Vorteil eines Online-Studiums für einen Job in der IT?

Ich denke, dass ein Online-Studium eine wirklich gute Vorbereitung auf die reale Welt ist, denn heute ist es ja üblich, dass man zumindest ein paar Tage von zu Hause aus arbeitet. Als Software-Entwickler, aber auch in vielen anderen IT-Berufen ist das möglich.

Online-Lernen ist viel effizienter, weil es leichter zugänglich ist. Man spart Zeit, weil man nirgendwo hinfahren muss – man kann sich einfach in ein Klassenzimmer einloggen. Auch eine nachträgliche Wiederholung des Stoffes ist einfach, da sich Kurseinheiten problemlos aufzeichnen lassen. Wer eine Stunde verpasst, kann sie später einfach nachholen. Ich habe sowohl persönlich als auch online unterrichtet. Deshalb kenne ich beide Seiten gut. Das Online-Lernen birgt eine Reihe ganz eigener Herausforderungen.

Was sind Herausforderungen, wenn man etwas Neues online lernt statt im realen Klassenzimmer?

Man muss sich an eine ganze Reihe neuer Tools gewöhnen, die man vielleicht noch nie benutzt hat, etwa Zoom für Videochats oder Slack, um in einer Art Klassenraum zu bleiben. Das ist nicht schwer, aber für viele neu. 

Außerdem ist ein Computer auch eine Unterhaltungsplattform. Wer während einer Unterrichtsstunde die Kamera aus- und Netflix einschaltet, verpasst eine Menge. Wer anderthalb Stunden einem Vortrag zugehört hat, ist versucht, etwas anderes zu tun. Aber in einem echten Klassenzimmer ist es vielleicht einfacher, sich zu konzentrieren. Man befindet sich mit anderen im selben Raum. Aber es ist eine Herausforderung, konzentriert zu bleiben, egal ob online oder nicht.

Was kann für Studierende, die online lernen, noch schwierig sein?

Es kann schwerfallen, Fragen zu stellen. In einem Klassenzimmer geht man einfach auf den Lehrer zu und fragt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man die gleiche Frage online stellt, ist viel geringer. Dabei ist es SO wichtig, Fragen zu stellen! Wichtig für Studenten, um Klarheit zu erhalten, nützlich für die anderen Studenten, und außerdem ein großartiges Feedback für Lehrer, dass ein Thema anders oder eingehender erklärt werden sollte. 

Ich versuche, online ein gutes und sicheres Gefühl zu vermitteln, um zu ermutigen, Fragen zu stellen, und ich bringe Studenten bei, wie sie gute Fragen stellen können. Das ist eine immens unterschätzte Fähigkeit! 

Ich denke, eine weitere große Herausforderung für Studenten ist der soziale Aspekt des Online-Klassenzimmers. In einem realen Klassenzimmer macht man eine Pause, geht in ein Café und fragt: „Woher kommst du?“ Es ist einfacher, Freunde zu finden.

Wie stellst Du in einem Online-Kurs sicher, dass alle die Aufmerksamkeit bekommen, die sie brauchen?

Während ich unterrichte, schaue ich mir die Gesichter der Studierenden in meinem virtuellen Klassenzimmer an, etwa ob jemand so aussieht, als ob etwas nicht in Ordnung wäre. Ich spreche auch zwischen den Sitzungen mit den Schülern, um zu sehen, wie es ihnen geht. Online gibt es eine Reihe von Warnzeichen, auf die ich immer achte.

Was sind diese Warnzeichen?

Zunächst einmal Anwesenheit: Wenn jemand nicht zu den Live-Sitzungen erscheint, ist das ein Warnsignal. Vielleicht verstehen sie den Stoff nicht und glauben, dass es keinen Sinn hat, zu erscheinen. 

Der zweite Punkt: Ich beobachte die Fortschritte der Studenten bei ihren Übungen. Man kann erkennen, wenn sie nicht aktiv an ihren Aufgaben arbeiten, und das ist ein Warnzeichen. Vielleicht schauen sie Netflix, vielleicht wissen sie nicht, wie sie anfangen sollen, vielleicht ist etwas anderes im Gange. Also gehe ich proaktiv auf sie zu und frage: Hey, was ist los? 

Vielleicht ist das ein bisschen aufdringlich. Du sagst vielleicht: „Es ist Online-Lernen, ich kann es so machen, wie ich will“. Aber

als Dein Lehrer möchte ich, dass Du mithalten kannst. Ich möchte, dass Du Erfolg hast. Ich erwarte, dass die Studenten, die sich für die von mir unterrichteten Kurse anmelden, diese auch erfolgreich abschließen.

Was ist also das Geheimnis für erfolgreiches Online-Lernen?

Ich würde sagen, es gibt drei Schlüsselkomponenten. Erstens, Engagement: Sei dabei, mach die Arbeit, investiere Zeit und Mühe, konzentrier Dich! 

Zweitens, Eigenverantwortliches Handeln: Such nach eigenen Lösungen. Selbst wenn Du nur mit einer Google-Suche oder einem YouTube-Video beginnst: Versuche, die Antwort selbst zu finden. Scheue Dich aber auch nicht, um Hilfe zu bitten, und warte nicht zu lange. Meine Aufgabe ist es, Dir etwas beizubringen.

Drittens: Bleib am Ball! Glaub daran, dass Du es schaffen kannst. Ich glaube, das ist für viele Schüler das Schwierigste. Wenn Du etwas nicht sofort verstehst, dann musst Du es eben weiter versuchen. Und dann versuche es noch einmal, und bleibe motiviert. Finde eine neue Strategie, um mit diesen Daten oder jenem Cybersicherheitssystem zu arbeiten.

Wie hilfst Du Schülern, die sich schwertun?

Ich gestalte meinen Unterricht so spannend und interessant wie möglich. Ich bin zugänglich und stehe für Fragen und Hilfe zur Verfügung. Aber ich ermutige die Schüler auch zu verstehen, dass Lernen mit Selbstzweifeln, Verwirrung und Frustration einhergeht. Schwierigkeiten gehören zum Lernen dazu, so wie Schwitzen zum Training im Fitnessstudio gehört. Man regt sich nicht auf, wenn man im Fitnessstudio schwitzt, das gehört zum Sport dazu. Ich versuche, das Sprechen über Gefühle während des Lernens zu normalisieren.

Und ich will das Warum erklären. Warum müsst Ihr das lernen? Wie lässt sich das Gelernte in der realen Welt anwenden? Wenn die Leute das „Warum“ verstehen, fällt es ihnen leichter, mitzumachen. Das steigert die Motivation.

Was sind die Herausforderungen beim Erlernen einer neuen Fähigkeit als Erwachsener?

Als Erwachsener geht man einfach davon aus, dass man sich leicht selbst motivieren kann, weil man erwachsen ist. Man ist ein Erwachsener, also kann man sich selbst organisieren, man ist ein Erwachsener, also hat man kein Problem damit, Fragen zu stellen. 

Ich denke, das erklärt eher schlecht, wie Menschen ticken. Wir alle müssen Lektionen lernen.  

Erwachsene lernen auf vielen verschiedenen Ebenen. Manchmal lernt man eine Strategie, lernt, wie man lernt. Oder man lernt eine Fertigkeit, wie Python oder Statistik. Manche Menschen lernen auf andere Weise, sich selbst zu überwinden. Ich war ein großer Aufschieber. Ich war jahrelang nicht sehr gut in der Schule.

Wie unterscheidet sich das Lernen bei Masterschool von anderen Online-Programmen?

Bei Masterschool hat jeder Student einen persönlichen Mentor, der für ihn oder sie verantwortlich ist und immer die besten Interessen im Auge hat. Wir nehmen den Fortschritt eines jeden Studenten sehr ernst. Natürlich gibt es Grenzen, aber unsere Lehrer und Mentoren versuchen wirklich ihr Bestes, um auf die unterschiedlichen Lernbedürfnisse einzugehen. Manche Menschen, die mehr Erfahrung mitbringen, brauchen Herausforderung, andere hingegen Unterstützung.

Es ist nicht wie im Hörsaal einer Universität, wo sich niemand wirklich dafür interessiert, wie es einem geht. Hier werden Fortschritte wirklich beobachtet.

Wir drücken die Daumen, dass Studierende das Programm abschließen, einen Job finden und ihr Leben ändern. Das ist es, was das Unterrichten an der Masterschool für mich so besonders macht.

Was ist Dein ultimativer Rat für Studenten, die anfangen, online zu lernen?

Mein Rat ist, Freunde im Studiengang zu finden, sich einen Studienpartner zu suchen und gemeinsam zu lernen.

Zwei Leute zusammen wissen mehr als einer.

Und man kann sich gegenseitig anspornen.

Baue eine gute Arbeitsbeziehung zu Deinem Mentor auf. Stelle ihm Fragen. Finde heraus, wie sein Zeitplan aussieht und wie er Dir am besten helfen kann. Und zu guter Letzt, vielleicht ist das selbstverständlich, aber: „Geh offline!“ Achte darauf, Dich nicht nur online anzustrengen, sondern auch für Deinen Körper zu sorgen, zu schlafen, Sport zu treiben, zu essen. Denn Vollzeit am Computer zu sitzen ist eine ernstzunehmende Verpflichtung.

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