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Kwames Geschichte: Die Reise eines Taxifahrers in die Cybersecurity 

Kwame entdeckte seine Leidenschaft für Cybersicherheit, begann ein Online-Studium und überwand seine Unsicherheiten und Angst vor dem Programmieren. Lesen Sie hier mehr über seinen beruflichen Werdegang vom Philosophiestudenten zum Taxifahrer zum Cybersecurity-Studenten.

  • Stav Tishler
  • März 28, 2024
  • 6 min

Hallo, erzähl uns doch bitte ein wenig von Dir.

Mein Name ist Kwame. Ursprünglich komme ich aus Ghana, aber ich lebe schon seit vielen Jahren in Deutschland. Ich habe Philosophie studiert, doch nach der Uni wollte ich etwas Praktisches machen. Also habe ich noch eine zweijährige Ausbildung im Finanzwesen absolviert und für eine Versicherungsgesellschaft gearbeitet.

In Deutschland wollte ich weiter im Finanzsektor arbeiten, doch ich hatte keine Chance. Es ist nicht einfach, hier in dieser Branche Fuß zu fassen, und als ich nach Deutschland kam, war die Arbeitslosigkeit sehr hoch.

Das muss schwierig gewesen sein. Wie hast Du Arbeit gefunden?

Ich beschloss, etwas Einfacheres zu tun: Ich bin Taxi gefahren, hatte aber immer das Gefühl, dass ich etwas Besseres machen könnte.

Dann bekam ich einen Job bei einer Bank, wo ich hauptsächlich Daten analysiert habe. Wir haben sogar Betrugsanalysen durchgeführt, obwohl ich keine Erfahrung in diesem Bereich hatte. Ich habe diesen Job verloren und war sehr traurig, denn ich mochte ihn sehr und wollte auf keinen Fall wieder Taxifahrer werden.

Also hast Du Deine IT-Karriere gestartet: Wie bist Du vorgegangen? 

Ich wusste, dass es Fördermöglichkeiten gibt wie den Bildungsgutschein, mit dem man kostenlos lernen kann, wenn man arbeitslos ist. Ich habe das erst gar nicht geglaubt und dachte, das sei ein Witz, also habe ich mit meinem Sachbearbeiter vom Jobcenter gesprochen. Ich wollte erst einmal besser Deutsch lernen. Ich dachte, dass das vielleicht der Grund war, warum ich den letzten Job verloren hatte – ich hatte es ja mit offiziellen Dokumenten zu tun und machte grammatikalische Fehler. Aber im Jobcenter sagte mein Sachbearbeiter: „Sie können doch schon Deutsch. Wir unterstützen Leute, die überhaupt kein Deutsch können, aber Ihr Deutsch ist gut genug.“ Und dass ich, wenn ich mich wirklich verbessern wolle, etwas lernen sollte, das meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht.

Dann schickte mir meine Tochter Informationen über Masterschool. Ich war etwas skeptisch, weil die Kurse online stattfinden. Doch als ich dann anfing, verstand ich, wie fundiert und seriös das Angebot ist. Mein Sachbearbeiter beim Jobcenter fragte mich, ob ich wirklich etwas im IT-Bereich machen wolle, und ich sagte, na ja, sie haben ein Programm, bei dem man es ausprobieren kann, wenn man sich nicht sicher ist, was man in der IT machen will, und am Ende kann man sich entscheiden, in welchen Bereich man gehen möchte.

Was geschah, nachdem Du den Kurs begonnen hast?

Ich bin mit der Absicht gestartet, Datenanalyse zu lernen. Doch mein eigentliches Steckenpferd ist Cybersicherheit. Um ehrlich zu sein, hatte ich vor Masterschool keine Ahnung von Cybersicherheit. Aber das ist es, was ich tun möchte, also mache ich es jetzt.

Wie hast Du Deine Leidenschaft für Cybersecurity entdeckt?

Für die Bank habe ich in der Kreditkartenabteilung gearbeitet. Betrugsanalyse, Cybersicherheit und Daten stehen in einem engen Zusammenhang, und das hat mich immer fasziniert. Ich fing auch an, eine Vorstellung davon zu bekommen, wie viele Internetverbrechen es gibt.

Davor hätte ich nicht geglaubt, dass Cybersecurity eine Option für mich sein könnte.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich, als ich noch Taxi fuhr, mit Kunden sprach und sie fragte: Wenn ich einen anderen Beruf ergreifen will, was soll ich dann tun? Ein Kunde sagte mir: „Wie wär‘s mit Cybersecurity?“ Ich lachte und sagte: „Nein, davon verstehe ich nichts, und ich kann nicht programmieren.“ Er sah mich an und sagte: „Oh, ich konnte auch nicht programmieren, aber jetzt bin ich der Leiter der Cyber-IT-Sicherheit in meinem Unternehmen. Du kannst Kurse machen, du kannst es schaffen.“ Das war immer in meinem Hinterkopf, seit sechs Jahren. Und hier stehe ich heute.

Warum glaubst Du, dass Cybersecurity das Richtige für Dich ist?

Einer der Gründe, warum ich mich für Cybersicherheit entschieden habe, ist, dass ich mir eine gute Zukunft sichern möchte.

Wenn ich mich selbst verändere und etwas Neues lerne, dann ist es besser, wenn ich mich für einen Beruf entscheide, der von Dauer ist und eine Perspektive bietet. Wir werden immer mehr Menschen brauchen, die Cybersecurity-Experten sind.

Ob es uns gefällt oder nicht, die Zukunft liegt im Cyberspace, und es sind viele Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, um unsere Online-Aktivitäten sicher zu machen, so wie wir auch Verkehrsregeln im Straßenverkehr haben. Da es sich um ein recht junges Feld handelt, gibt es immer mehr neue Arbeitsplätze in diesem Bereich. Bevor es mit KI losging, brauchten Hacker Programmierkenntnisse. Mit KI kann nun jeder Cyberangriffe durchführen, und potenzielle Kriminalität wird exponentiell zunehmen.

Berichte uns von einem durchschnittlichen Tag während des Orientierungskurses.

Nun, ich lerne bis spät in die Nacht (während ich früher auf der Couch YouTube oder was auch immer angeschaut habe). An den Wochenenden habe ich ein sehr aktives Sozialleben, aber meine Wochentage waren bisher eher entspannt.

Jetzt gehe ich meistens gegen zwei Uhr schlafen und um 7.30 Uhr bin ich wach, trinke meinen Kaffee oder Tee und setze mich vor den Computer, um zu arbeiten. 

Der Kurs war intensiv. Aber ich war inspiriert, gespannt auf Neues. Als Python eingeführt wurde, war ich fasziniert. Ich wachte auf und das Erste, woran ich dachte, war, mich an den Computer zu setzen, um mehr zu lernen.

Von 9 bis 15 Uhr lerne ich, und dann mache ich andere Sachen. Es fällt mir schwer, Pausen zu machen, aber das ist etwas, das ich ändern muss. Ich mache nur kleine Pausen, weil ich nicht hinterherhinken will. Wenn man etwas will, muss man sich anstrengen, um das Beste daraus zu machen.

Online-Lernen kann schwierig sein. Wie bist Du während des Kurses motiviert geblieben? 

Dafür hat der Kursleiter Rein gesorgt. Er war mit das Beste an diesem Kurs. Er hat dafür gesorgt, dass alle mitkamen. Er hat uns allen wirklich geholfen – sehr geduldig, sehr verständnisvoll, einfach toll.

Er wollte wirklich, dass wir es alle schaffen – und wir haben es alle geschafft! Alle von uns haben jetzt das volle Programm absolviert.

Gab es während des Orientierungskurses Herausforderungen, die besonders in Erinnerung geblieben sind?

Menschen mit Vorkenntnissen können einen einschüchtern, wenn man überhaupt keine Kenntnisse hat. Man kann sich wirklich unsicher fühlen, wenn man sich mit etwas auseinandersetzt, das für einen selbst schwierig ist, aber nicht für alle anderen.

Wie hast Du diese Bedenken überwunden?

Ich weiß, dass manche Leute mehr wissen als ich, dass manche Leute schneller lernen als ich. Aber egal, wie langsam ich glaube, dass ich bin, jemand ist langsamer. Es ist wichtig konzentriert zu bleiben, das zu lernen, was man lernen will und einfach immer weiter zu lernen.

Das ist die Chance, die ich habe. Ich wollte das Programm nicht beenden und am Ende nichts dazugelernt haben. Wenn ich auch nur 50 Prozent lerne, werde ich dafür sorgen, dass ich eben diese 50 Prozent lerne. Ja, ich könnte zu ChatGPT gehen und Antworten finden, aber ich möchte wirklich verstehen, was ich tue. Ich möchte sichergehen, dass ich etwas in der Hand habe.

Programmieren ist für mich jetzt entmystifiziert.

Auch wenn ich nicht direkt in die Programmierung einsteige, kann ich mir das anschauen und habe keine Angst mehr. Ich habe das Gefühl, dass ich weiß, worum es geht.

Welchen Rat würdest Du jemandem geben, der den Orientierungskurs beginnen möchte?

Man muss sich die Mühe machen, Dinge selbst herauszufinden, auch wenn es frustrierend sein kann. Wenn man später die Antwort selbst findet, gibt einem das den Antrieb, weiterzumachen. Und keine Panik:

Wenn du auf Herausforderungen stößt, gibt es viele Menschen, die dir helfen können. Nimm also Hilfe von Mentoren oder Dozenten an.

Und wenn jemand darüber nachdenkt, ob er sich bei Masterschool einschreiben soll oder nicht?

Probieren geht über studieren: Jeder, der etwas Neues versuchen möchte oder seine Zukunft verbessern will, egal ob es um einen Weg aus der Arbeitslosigkeit geht oder um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sollte es ausprobieren.

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